Nintendo Switch Testberichte

Super Smash Bros. Ultimate im Test!

Am 7. Dezember war es soweit, Super Smash Bros. Ultimate erschien und brach alle Rekorde. Das meist vorbestellte Switch Spiel und das best verkaufte Smash Bros. aller Zeiten. Doch ist das auch gerechtfertigt? Ich verrate es euch in meinem Test zu Super Smash Bros. Ultimate!

Ultimate!

Der Name ist Programm 75 Kämpfer, zwei Singleplayer-Modi, über 900 Musikstücke und 103 Stages lassen nur erahnen wie viel Zeit dieses Spiel fressen kann. Ich persönlich habe jetzt 25 Stunden in Smash Ultimate gesteckt und habe weder den Story-Modus „Stern der irrenden Lichter“ komplettiert, noch hab ich alle Charaktere frei geschaltet. Also bringt Zeit mit!

Endlich wieder was zu tun!

Der in den letzten Jahren etwas vernachlässigte Singleplayer, bekommt hier wieder etwas frischen Wind. In einer rund 35 Stunden langen Kampagne, werdet ihr euch mit dem pinken, kleinen Knubbel Kirby, nach und nach zum Oberboss Kyra vorkämpfen und währenddessen diverse Kämpfer und Geister freischalten. Die unzähligen Kämpfe die euch auf eurem weg erwarten, variieren dabei sehr stark in ihrem Schwierigkeitsgrad. Je besser der Rang des Geistes, desto schwieriger der Kampf. Zusätzlich erschweren euch besondere Bedingungen wie gespiegelte Steuerung oder starke Winde auf der Map euren Kampf. Immer wieder auftretende Herausforderungen und der Sammeltrieb halten einen zwar am Ball, viel Spektakel darf man aber nicht erwarten.

Who you gonna call?

Doch was sind diese ominösen neuen Geister überhaupt? Geister sind freischaltbare Trophäen die trainiert und verbessert werden können, durch ihre besonderen Fähigkeiten und Stärken können sie euren Kampf deutlich erleichtern. Das Anziehen von Items in der Nähe oder eine verbesserte Sprungkraft sind nur ein paar Fähigkeiten des riesigen Repertoire von über 1200 Geistern, die sich in Super Smash Bros. Ultimate finden lassen. Geister unterscheiden sich dabei nicht nur in Primär und Sub-Geister, sondern lassen sich auch in die drei Kategorien Angriff Abwehr und Griff unterscheiden. Hier beginnt das klassische Schere, Stein, Papier Prinzip, Primär-Geister sind je nach Typ stärker oder schwächer gegen gewisse Kontrahenten.

So könnt ihr euch für jeden Kampf ein Team zusammenstellen, das eure Bedürfnisse abdeckt, das eures Gegners aushebelt oder auf die speziellen Voraussetzungen des Kampfes reagiert.

Für jeden was dabei!

Wie schon erwähnt erwarten euch bis jetzt 75 Kämpfer, weitere werden als DLCs für 5€ pro Charakter folgen. Da sollte für jeden was dabei sein, ob flinke Allrounder wie Lucario oder schwere Brocken wie Bowser, jeder ist bedient. Nach rund 20 – 25 stunden sollte man auch die meisten der Charaktere freigeschaltet haben, nun kann man es angehen seinen Liebling zu meistern. Wie immer gilt „Easy to learn, hard to master“

Tipp: Alle 10 Minuten erwartet euch im Hauptmenü ein neuer Herausforderer, es lohnt sich also ab und zu mal dort vorbeizuschauen.

Zeit für nen Tapetenwechsel.

Besonders erwähnenswert sind die 103 verschiedenen Arenen. Ob Draculas Schloss oder Yoshis Island, hier kommt keiner zu kurz. Die Karten sind dynamisch und wie immer schön gestaltet, weshalb es fast schon schade ist das man, während des Gekloppe kaum Zeit hat diese zu bewundern, besonders dann, wenn die Map selbst einen durch Stürme oder Lava das Leben schwer macht.

Flüssiger als je zuvor.

Was direkt auffällt, das Spiel sieht nicht nur in den sehr beeindruckenden Cutscenes toll aus. Sowohl im Handhelt als auch im Dock, läuft das Spiel in HD mit 60 Fps. Im Laufe meiner umfangreichen Spielzeit, kann ich mich weder an Ruckler, noch an Frame Einbrüche erinnern, das Spiel läuft so sauber wie man es von einem Brawler erwartet. Das Einzige was man bemängeln könnte, wäre, das je voller der Bildschirm wird, desto leichter verliert man den Überblick. 3 Gegner plus Items lassen einen schon mal verdutzt aus der Wäsche schauen während der eigene Charakter ungebremst aus der Map fliegt.

Controller Chaos!

Sowohl der Pro Controller als auch der Gamecube Controller werden zusätzlich zu den joyCons unterstützt. Ich habe bis jetzt nur mit den JoyCon gespielt und bin positiv überrascht wie problemlos und geschmeidig es sich spielt. Wer noch Geld übrig hat, der kann zwar zu einem der Alternativen greifen, aber auch ohne lässt es sich wunderbar spielen. Anders hingegen sieht es im Multiplayer aus, mit nur einem der kleinen joyCon zu spielen ist eh schon kompliziert, kommen dann noch schnelle Bewegungen und Combos dazu, tun einem auf Dauer die Finger weh. Für ausgiebige Multiplayer Sessions empfehle ich entweder einen der alternativen Controller oder mehrere JoyCons + Grip.  Wer noch GameCube Controller zu Hause rumliegen hat, kann sich für rund 20€ einen Adapter besorgen.

Tipp: Alternativ gibt es den „MAGIC-NS“ Adapter mit dem man auch Xbox 360/one oder Ps 3/4 Controller an die Switch anschließen kann.

Der Klassiker.

Der altbekannt Klassik Modus, lässt euch mit dem Charakter eurer Wahl mehrere Kämpfe bestreiten, bei denen es nur darum geht, so viele Punkte wie möglich zu ergattern und am Ende einen Boss zu legen. Je höher der Schwierigkeitsgrad und euer Können, desto höher auch eure Belohnung am Ende. Abwechslung wird dadurch garantiert das jeder Kämpfer seine individuelle Route, mit anderen Gegnern und Bossen besitzt. Nach Beendigung dieser, begegnet ihr einem, neuen Herausforderer.

Abwechslung garantiert.

Sollte euch der Abenteuer oder Klassik-Modus mal zu langweilig sein, könnt ihr euch die Zeit auch mit einigen anderen Modi vertreiben.

Squad-Smash
  • Stelle ein Team aus 3 oder 5 Kämpfern zusammen und trete gegen das Team deines Gegners in Einzelkämpfen an!
Turnier
  • Schlage dich in einem Turnier für 32 Spieler bis an die Spitze durch! Du kannst die Turnierart dabei auswählen.
Spezial-Smash
  • In „Smash für alle“ kämpfst du dich mit einem Freund durch die gesamte Kämpfer Riege. Im „Wunsch-Smash“ kannst du alle möglichen Optionen für den Kampf festlegen.
Training
  • Dieser Modus ist perfekt zum Aufpolieren deiner Fähigkeiten. Auf der Training-Stage siehst du sogar, wie weit deine Gegner fliegen.
Multi-Smash
  • Wehre eine Gegner Gruppe nach der nächsten ab. Wie lange hältst du durch?

Mein Schatz!

Die Truhe ist der Ort an dem die wahre Magie passiert. Hier findet ihr alles, was ihr im Spiel bisher erhalten habt und noch mehr. Die gesamte Audiothek mit über 900 Songs, sowie alle Audiodateien der 75 Kämpfer. Die Aufzeichnung vergangener kämpfe, so wie den Shop, Filme und erreichte Meilensteine. Meilensteine sind Aufgaben wie „schließe den Abenteuermodus ab“ für deren Erfüllung es dann Belohnungen gibt. Perfekt für alle Sammler.

Das Große „aber“!

So gut Super Smash Bros. Ultimate auch sein mag, einen großen Wermutstropfen gibt es, der sich wie ein Schatten über die letzten Teile legt. Der Online Modus. Hier können bis zu acht Spieler gegeneinander antreten. Nach allen Regeln der Kunst kann man sich hier so langen kloppen, bis keiner mehr steht…eigentlich. Leider funktioniert der Online Modus wie schon beim Vorgänger alles andere als gut.

  • Bevor man eine Lobby betritt, kann jeder Spieler seine eigenen Regeln festlegen. Die Spieler werden dann mit anderen in eine Lobby gesteckt, die ähnliche Regeln haben möchten. Dies funktioniert nicht. Wer ein 1vs1 möchte, kämpft in Lobbys mit sieben anderen Spielern und wer keine Items haben will, spielt in Lobbys mit Items.
  • Es gibt nur wenige Lobbys. Die Spieler verbringen den Großteil der Zeit mit Warten. Sie können dabei anderen Kämpfen zuschauen.
  • Der Online-Modus kostet Geld. Spieler fühlen sich betrogen, bei einem bezahlten Online-Modus viel Wartezeit und fehlerhafte Lobbys auszuhalten.
  • Lags die das Spiel teilweise unspielbar machen

Insgesamt also ziemlich peinlich, wenn man bedenkt, dass Nintendo mittlerweile Geld für den Online Zugang verlangt.

Wer allerdings auf die gute alte Couchparty steht, der wird keine Probleme haben.

Fazit: Hit Me Baby One More Time!

Wer die alten Teile mochte, wird auch diesen lieben, größer, bunter und einfach mehr von allem, Smash Bros. Ultimate ist das perfekte Spiel um entweder etwas Zeit totzuschlagen oder Stunden lang im Tunnelblick auf seine Gegner einzudreschen. Mit Freunden entfaltet das Spiel dann sein volles Potenzial, sowohl auf der Couch als auch erstmals unterwegs.

Für Neueinsteiger könnte Ultimate anfangs vielleicht etwas verwirrend sein, man wird ohne Tutorial in dieses große Spiel geworfen und erstmal von der schieren Menge an Möglichkeiten erschlagen. Doch hat man sich erstmal eingespielt läuft alles wie von selbst, neue Charaktere erscheinen in Abständen, die ausreichend sind um sich mit ihnen nach und nach oberflächlich vertraut zu machen und sowohl der Story als auch der Klassik-Modus hält einen lange bei Laune.

Alles in allem ist Smash Bros. Ultimate ein gutes Spiel und meiner Meinung nach der beste Ableger der Reihe, sollte Nintendo jetzt noch den Online Modus  verbessern und weniger versuchen alles zu Geld zu machen, wird dieses Spiel noch sehr lange über unsere Bildschirme flattern.

Super Smash Bros. Ultimate

59.99€
9

Grafik

9.0/10

Gameplay

10.0/10

Sound

10.0/10

Story

6.0/10

Spielspaß

10.0/10

Pros

  • - unzählige Charaktere
  • - Immer flüssig bei toller Grafik
  • - Schicke Animationen und Charaktermodelle
  • - Fantastische Musik
  • - Bombastische Ultra-Smash-Attacken uvm.

Cons

  • - Desaströser Online Modus
  • - Fehlende Übersicht bei großen Arenen
  • - Onlinekämpfe nur mit Mitgliedschaft
  • - Tutorial gut versteckt

1 Kommentar zu “Super Smash Bros. Ultimate im Test!

  1. Pingback: Alles gute zum Geburtstag Super Smash Bros. | Nintendo-News.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.